Sounding D in A



HEAVY MACHINES

Der Klangzug des Netzwerks Neue Musik zu Gast bei MEHR MUSIK! Augsburg

8. September 2010

Heavy Machines – Motoren & Maschinen – unter diesem Motto schlägt Augsburg eine musikalische Brücke zwischen dem sounding D-Zug und Augsburgs industrieller Vergangenheit (Rudolf Diesel, Textilindustrie).

Der Zug trifft am 8. September um 11 Uhr in Augsburg ein. Dort wird er musikalisch von der Formation Bataillon modern meets Kayfidelity und dem Duo Zander/Fiebig begrüßt.
Bataillon modern begrüßen den Zug direkt am Gleis, wandern dann in die Gleisunterführung, wo sie als eine Art schräge Straßenmusikanten operieren, und beenden ihre musikalische „Bahnhofsmission“ in der Bahnhofshalle.
Das Duo Zander/Fiebig „übernimmt“ Klänge von Bataillon modern und trägt sie in einer Art musikalischem Staffellauf an Orte in der Stadt (sh. Elektroakustisches Picknick).
Im Rahmen des Ferienprogramms können Kinder und Jugendliche an einem Workshop zum Thema Soundmap im Klangzug teilnehmen; der Workshop wird als offizieller Beitrag im Ferienprogramm der Stadt Augsburg angekündigt.
Von 11.30 bis 19.00 Uhr steht die Klangausstellung im Zug allen Interessierten offen.

Ein Elektroakustisches Picknick (Sound Cycle) führt vom Bahnhof bis zum TIM. Zander/Fiebig bewegen sich mit dem Fahrrad und einem Hänger voll elektronischem Equipment fort und samplen live an verschiedenen Orten die Klänge der Stadt. Zusätzlich arbeiten sie mit den bereits aufgenommenen Samples der Augsburger „Soundmap“, die virtuell im Internet besucht werden kann. Das Elektroakustische Picknick kann man begleiten, oder man trifft zufällig auf die beiden Klangkonstrukteure (Orte und Zeiten in der Terminübersicht).

Um 14.30 und um 18.00 Uhr bietet das MEHR MUSIK!-Team in Zusammenarbeit mit der Regio Augsburg eine Stadtführung entlang der Punkte des Augsburger Soundwalks an. Rundgang I endet im Römischen Museum, wo man Wolfgang Lackerschmids Komposition Steinklang besuchen kann, die den Klang der Stadt auf Steininstrumenten interpretiert; Rundgang II führt zum TIM, wo das Abendprogramm des sounding D-Tages stattfinden wird.

Mit der Komposition Steinklang einer 2000jährigen Stadt schrieb Wolfgang Lackerschmid sowohl dem Instrumentarium Steingong, Steinharfe und Gramorimba als auch dem Römischen Museum und seiner außergewöhnlichen Akustik eine musikalische Visitenkarte für Augsburg auf den Leib. Gespielt von Studierenden des Leopold-Mozart-Zentrums, setzt das Projekt noch einen weiteren wichtigen Akzent: Die Jugend der Stadt wird zum musikalischen Vermittler zwischen dem modernen Augsburg und seiner jahrtausendealten Geschichte.

Abends erklingen im TIM ganz besondere, neue Klänge – unter dem Titel „Heavy Machines“ improvisiert das Shortfilmlivemusicorchestra gemeinsam mit dem MEHR MUSIK! Ensemble des Leopold-Mozart-Zentrums Filmmusik zu einem Kurzfilmprogramm, das sich mit der Textilindustrie auseinandersetzt. Im Anschluss daran präsentiert das MEHR MUSIK! Ensemble „La Ronde. Versuch eines Kollektivs“ von Vinko Globokar. Maschinenmusik erklingt mit TUBA(X) im TIM: Ein 5-köpfiges Ensemble kombiniert Maschinensounds mit Klängen zweier Subfrequenzblasinstrumente und E-Gitarren-Sounds. Eine Brücke zwischen Klangzug, TIM und der derzeit im TIM laufenden Bayerischen Landesausstellung „Bayern-Italien“ schlägt minimale popolare. Die Auftragskomposition verbindet elektronische Musik mit Klängen aus Italien (aus der populär-musikalischen Sicht der Deutschen), die verfremdet werden und wie eine leise Erinnerung wirken. Klänge der Augsburger Soundmap aus dem sounding D-Zug werden mit den Italien-Songs gekreuzt, die wiederum zum jenem Teil der Landesausstellung passen, die im TIM stattfindet: „Sehnsucht, Strand und Dolce Vita“.


Mitwirkende

Duo Zander/Fiebig
Gerald Fiebig - Elektronik
Gerhard Zander – Elektronik

Bataillon modern:
Johannes Liepold - Saxophon
Harry Alt - Percussion, Akkordeon
Josef Reiter - Tuba
Kayfidelity
Kay Fischer - Saxophon
Andi Rosskopf – Gitarre

Augsburger Bürgerinnen und Bürger

Steinklang-Ensemble (names to be announced)

Shortfilmlivemusicorchestra
Matthias Kurth (Leitung) – E-Gitarre
Dániel Zoltan Vedres – Horn, Stimme, Elektronik
Lutz Streun – Tenorsaxophon, Bassklarinette
Demian Kappenstein – Schlagzeug, Perkussion

MEHR MUSIK! Ensemble des Leopold-Mozart-Zentrums
Iris Lichtinger (Leitung) - Blockflöte
Juri Kannheiser - Cello
Sophia Rieth - Blockflöte
Maria Wegner - Blockflöte
Stefanie Pritzlaff - Blockflöte
Agnes Liberta - Klarinette
Florian Höck - Saxophon
Wassily Frank – Gitarre

Minimale popolare
Sebastian Hausl (Schlagwerk, Elektronik)
Sebastian Giussani (Elektronik)
Stephan Brodte (Schlagwerk)

TUBA(X) IM TIM
Christian Z. Müller – Metallobjekte, Maschinen
Thomas Hastreiter – Schlagwerk
Herbert Hornig – Tuba
Sebastian Hummel – Tubax
Harald Lillmeyer – E-Gitarre