{BACH}2011 - 18. Mai 2011 - 20 Uhr


Bach und Söhne: so das Motto des Mozartfestes 2011. Schon immer haben sich Komponisten mit Johann Sebastian Bachs Musik beschäftigt, sind also Bach-Söhne „im Geiste“... wir spannen den Bogen über die Jahrhunderte, von Johann Sebastian Bach und seinen Sohn Wilhelm Friedemann Bach über W.A. Mozart zu Arnold Schönberg und Sofia Gubaidulina bis zur Uraufführung des Streichtrios von Tobias Peter Maria Schneid.

W.A. Mozart / J.S. und Wilhelm Friedemann Bach - Praeludien Fugen für Streichtrio, KV 404a
Arnold Schönberg - Streichtrio op. 45 (1946)
Sofia Gubaidulina - Streichtrio (1989)
Tobias PM Schneid - Stringtrio no. 1 (UA)

Agnes Malich - Violine
Chia-Long Tsai - Viola
Johannes Gutfleisch - Violoncello

Das Konzert findet statt in Kooperation mit MEHR MUSIK! und dem Deutschen Mozartfest.

Agnes Malich - Violine

Die Geigerin studierte in München bei Kurt-Christian Stier, bei Franco Gulli als Stipendiatin des DAAD an der Indiana University / Bloomington (USA), bei Sandor Vegh, Henryk Szeryng und Nathan Milstein. Stipendien des BDI und des Deutschen Musikrates Hessen, der Kulturförderpreis von Ingolstadt und andere Auszeichnungen standen am Beginn ihrer Konzerttätigkeit. Von 1991 bis 1994 war sie stellvertretende Stimmführerin der 2. Violinen im Radio-Symphonie Orchester Berlin unter Vladimir Ashkenazy. Sie war Mitglied des Hartog-Quartetts und des Haydn Ensemble Berlin unter der Leitung von Hans-Jörg Schellenberger. Seit 1999 ist sie stellvertretende 1. Konzertmeisterin der Augsburger Philharmoniker.


Chia-Long Tsai - Viola
 
wurde 1978 in Taipei, Taiwan geboren, studierte bei Prof. Michael Tree (Guarneri String Quartet) und Prof. Karen Turtle am Curtis Institute of Music als Stipendiat. Danach studierte er an den Musikhochschulen Lübeck, Köln und Hamburg bei Prof. Zakhar Bron und Prof. Winfried Rüssmann sowie im Orchesterzentrum NRW bei Paul Pesthy.
Er spielte regelmäßig im Kölner Kammerorchester, im Philharmonischen Staatsorchester Mainz, der Philharmonie Südwestfalen und der Magdeburgischen Philharmonie. Als Solist trat er mehrmals mit dem Chicago Youth Orchestra, der Klassischen Philharmonie Bonn, dem Kölner Kammerorchester und der Hamburger Camerata auf. Seit 2011 ist er Solobratscher beim Philharmonischen Orchester Augsburg.

Johannes Gutfleisch - Violoncello


Johannes Gutfleisch studierte nach einem Gaststudium am Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium bei Prof. Brunhard Böhme an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar und an der Hochschule Für Musik in Köln bei Claus Kanngiesser. Meisterkurse bei Harvey Shapiro und Wolfgang Boettcher sowie beim Abegg-Trio, beim Petersen-Quartett, beim Amadeus Quartett und anderen ergänzten seine Ausbildung. Er spielte u.a. im Neuen Rheinischen Kammerorchester, im Schleswig-Holstein-Festivalorchester, der Staatskapelle Weimar, der Staatsoper Nürnberg und in der Bayerischen Kammerphilharmonie. Johannes Gutfleisch ist seit 2001 Vorspieler bei den Augsburger Philharmonikern. Er ist Mitglied mehrerer Ensembles sowie Initiator und künstlerischer Leiter der Konzertreihe „Zukunft(s)musik“.

Schneid über sein neues Trio:

"Eine Fuge sei wie ein angeregtes Gespräch zwischen mehreren
Individuen", so hat sich J.S. Bach sinngemäß über das Wesen der Fuge
geäußert. Eine stilimitierende Fuge heutzutage zu komponieren, macht
naturgemäß wenig Sinn, sich über das kommunikative Miteinander
(welches leider oft genug auch ein nichtkommunizierendes Gegeneinander
ist) in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen, macht gerade in
unserer Zeit sehr viel Sinn, und deshalb ist mein Trio eine Paraphrase
über die unterschiedlichsten Formen zwischenmenschlichen
Dialogisierens.
Vom wie geflüsterten, kaum verständlichen Beginn, über deutliche
Phrasen bis hin zu einer Idee fixe, vom beredten Miteinander über
hochemotionale Streitgespräche bis hin zum Nebeneinander dreier
unabhängig voneinander ablaufenden, zeitgleichen Monologe:
hören Sie mein Stück, als würden Sie in einer Hotellounge (oder
Straßenbahn) sitzend, der multiperspektivischen, verbalen Polyphonie
(und hier ist die Verbindung zur Fuge evident) ihrer phonetischen
Umgebung, als aufmerksamer "verbotener" Zuhörer lauschen.

Schaezlerpalais
Maximilianstr. 46
Augsburg


Größere Kartenansicht